Südafrika/KwaZulu-Natal: Diesseits – in Afrika

24.09.2013

Du bist ein Löwe – dies ist dein Lied

Solomon Linda stammte aus dem Zululand. Er arbeitete als Putzmann und Schallplattenverpacker bei der Gallo Record Company in Johannesburg, als er in den 1920ern die zündende Idee zu einem hitverdächtigen Song hatte. Zusammen mit seiner a cappella-Gruppe „Solomon Linda and the Evening Birds“ führte er sein Lied „Mbube“ (Löwe) fortan unzählige Male auf. Das eigentliche Stück war simpel, seine ungeheure Faszination aber machte der Hintergrund-Chor aus sonoren Männerstimmen aus. Solomons Part – heulend-jodelnd zu wehklagen – mündete schließlich in eine Melodie mit dem improvisierten Text „In the jungle, the mighty jungle, the lion sleeps tonight“. Ein Welthit war geboren! Solly bekam einen Plattenvertrag und bis 1948 verkauften sich über 100.000 Scheiben in Afrika und Großbritannien. Allerdings erhielt er dafür nur einen kleinen Obolus. Aber „Mbube“ wurde zum Inbegriff afrikanischer a cappella-Musik. Weeheeheehee-dee-heeheeheehee-wee-aweem-away…

Neben Miriam Makeba war auch der amerikanische Folk-Sänger Pete Seeger Lion-Interpret („Wimoweh“). Er glaubte, die Lyrik des Liedes bezöge sich nicht auf einen Löwen als Tier, sondern auf Shaka, Krieger und König der Zulu, der sich heroisch gegen Armeen europäischer Kolonialherren zur Wehr gesetzt hatte und nicht etwa tot war, sondern nur friedlich schlief. Eines Tages würde er erwachen und zu seinem unterdrückten Volk zurückkehren, um es in die Freiheit zu führen. Die verwandte Musikrichtung Isicathamiya (ebenfalls a cappella und eine Kombi aus Zulu-Liedgut und Gospel) erlangte durch die Band Ladysmith Black Mambazo internationale Popularität. Der eindringliche Sound ist auf Paul Simons „Graceland“-Album aus dem Jahr 1986 zu hören.

Filmtipp: Ein Oscar für Searching for Sugar Man In seiner Heimat USA kennt den stillen Musiker Sixto Rodriguez kaum jemand. Er ahnt daher nichts von dem bahnbrechenden Erfolg seines Albums Cold Fact im isolierten Apartheidland Südafrika der 1970er Jahre. In den 1990ern stöbern ihn Fans in Detroit auf … ausverkaufte Konzerte in Südafrika folgen, 2012 wird ein Film gedreht. Der schwedische Regisseur Malik Bendjelloul erzählt Sixtos Geschichte schön, entschlüsselt offene Fragen aber nicht befriedigend.

Durban (eThekwini): Aufstrebende Stadt am Indischen Ozean

Mist! Verloren! Das war bitter: Im Moses Mabhida-Stadion schied die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2010 im Halbfinale gegen Spanien aus. Da half auch kein in den Fankurven noch so inbrünstig improvisiertes Vuvuzela-Konzert – ab dato weltweites Synonym für südafrikanische Begeisterungsfähigkeit. Das Stadion – ein Entwurf des Hamburger Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner – ist mit 70.000 Plätzen das zweitgrößte der fünf für die WM errichteten. Wenn beim Aufenthalt gerade kein Match läuft, springt man einfach vom Bügel der Dachkonstruktion in die Tiefe – vorzugsweise am rissfesten Seil – und pendelt tarzangleich hin und her, solange der Schwung ausreicht. Wer es lieber gemütlich mag und klarer Sinne etwas von der Umgebung sehen möchte, gleitet auf Schienen mit dem Sky Car an der Außenhaut hinauf zum höchsten Punkt des Stadions (das geht an anderer Stelle auch per pedes). www.mmstadium.com

Golden Mile: Mit dem Segway am Meer entlang…

Ein Segway ist „ein elektrisch angetriebenes Ein-Personen-Transportmittel mit zwei auf der selben Achse liegenden Rädern, zwischen denen die beförderte Person steht und das sich durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance hält.“ Das stimmt fast, denn auch die beförderte Person benötigt durchaus etwas Balance! Ansonsten ist so ein Segway einfach zu handhaben: Lehnt man sich vor, fährt er vorwärts, lehnt man sich zurück, bleibt er stehen. Verlagert man das Gewicht auf das linke oder rechte Bein und/oder schwenkt die Lenkstange entsprechend, ändert der Segway brav die Richtung oder kurvt nett. „Diese Funktionsweise entspricht dem aufrechten Gang … Der Segway ist deshalb intuitiv zu bedienen“. Für eine solche Frischluft-Aktivität ist Durbans „Golden Mile“ prädestiniert. Die zur Fußball WM neu entstandene ausladende Promenade gesprenkelt mit Cafés und Bars ist gut sechs Kilometer lang, beginnt unweit des Stadions und endet an der Ushaka Marine World, zu der als Venue die Replik eines Frachters aus den 1920ern gehört. In dessen Bauch blubbert ein riesiges Aquarium innerhalb des großartigen, über mehrere Ebenen reichenden Restaurants „Cargo Hold“ (150 pax) – mit Blick auf das hinterhältige Grinsen lauernd vorbeiziehender Haie! www.ushakamarineworld.co.za/restaurants/cargo-hold

Ushaka Beach

Im Restaurant „Moyo“ herrscht Originalität vor: Eigenkreationen bei Lampen und Deko, abwechslungsreiche Küche (afrikanisch oder international) verbrämt mit amüsanten Shows. Zu Drinks lockt die ans Ende eines Stegs ausgelagerte Bar. www.moyo.co.za

Dancing for Moyo

Dancing for Moyo

Asha Maharajh – Köchin mit Familienanschluss

Sie wirkt erfolgreich auf vielen (Medien-) Kanälen und veröffentlicht beliebte Rezeptbücher: Asha Maharajh. Wer ihre leckeren Kreationen kosten möchte: Asha kocht auch in Privathaushalten! So zum Beispiel bei der befreundeten indischen Familie Sewrajh in Durbans Stadtteil Umhlanga, die ihre Gäste mit soviel Warmherzigkeit, Überschwang und Spaß am Gastgeben willkommen heißt, wie kein herkömmliches Restaurant es auch nur annähernd könnte! Einen Abend lang in indische (Ess-)Kultur einzutauchen ist auch für MICE-Gruppen eine besonders reizvolle Option! Mit etwas Glück vielleicht wieder bei den Sewrajhs. 

Hotels in Durban im Stadtteil Umhlanga

Das noch recht neue leicht und modern ausgestattete Gateway Hotel mit 146 Zimmern und Platz für 78 bis 600 Delegierte ist eine gute Wahl. Nur ein paar Schritte sind es zum Gateway Theatre of Shopping, einem Eldorado für Spendierfreudige, dem der Ruf als Südafrikas bester Mall vorauseilt. Auf Level 2 serviert das Restaurant „Sevruga“ Speisen exzellenter Qualität zu erstaunlich moderaten Preisen! Geheimtipp! www.thegatewayhotel.co.za   www.sevruga.co.za

In der Nachbarschaft und direkt am Strand gelegen ist das Beverly Hills Hotel mit 88 Meerblick-Zimmern, einem Boardroom für 12 pax und dem Plantation Room für max. 50 pax/Bankett. Die Mitarbeiter sind unglaublich freundlich! Das komfortable Haus aus 1964 war seinerzeit Sol Kerzner’s erstes Hotel – und das erste in KwaZulu-Natal mit fünf Sternen; benannt ist es nach Tochter Beverly. Kerzner gründete später die Southern Sun-Kette mit heute mehr als 100 Hotels in sieben Ländern.https://www.tsogosun.com/

Daneben: The Oyster Box (86 Zimmer, Veranstaltungen bis max. 380 pax/Cocktail). Kaum öffnete The Oyster Box 1947 ihre Pforten, schon kletterte das edle Hotel auf der afrikanischen Beliebtheitsskala sprunghaft nach oben. Die Kombination aus kolonialem Charme, persönlichem Service, dem tropischen Garten und der reizvollen Lage am rauschenden Meer trug dem Haus auch weltweite Reputation ein. Inzwischen haben es neue Besitzer geschmackvoll und stilgetreu restaurieren lassen und sich nicht gescheut, viel Persönliches einfließen zu lassen. www.oysterboxhotel.com

Fleischberge im Township Umlazi

„Ethnic Township Culture“ heißt das hier bei Max’s Lifestyle – oder „Kasie“. Das Township ist „upmarket“ und „sicher“. Das mag daran liegen, dass unangemeldete Besucher vor Betreten der großen Holzterrasse des Biergartens von stattlichen Türstehern filmreif nach Waffen abgetastet werden. Die Siedlung Umlazi südlich von Durban ergießt sich idyllisch in die umliegenden Hügel – und offenbart sich bei näherem Hinsehen als Vorzeige-Township. Das typische dort verzehrte und nun auch für Touristen feilgebotene Menü besteht aus einem riesigen kauintensiven Rindfleischfladen, Hühnerteilen, Burenwurst und Millipap, einem Brei aus Mais. Ein atemberaubend scharfer Salat rundet die ansonsten nicht durch Gewürze oder Soßen verfälschte Kost ab. Ganz billig ist sie nicht. Auch ein Blick auf benachbarte Teller zeugt von einer stark ausgeprägten Tendenz zu Tierischem, was nicht verwundert, denn Max’s war einmal eine Metzgerei. Der erste Stock ist übrigens toll: Dort versteckt sich abgeschottet die in edlem Schwarz gehaltene VIP-Lounge – gern gebucht für gepflegte Meetings während der Messe Indaba – oder einfach so, wenn der touristische Sinn nach relativ risikoloser Township-Luft steht. www.maxslifestyle.co.za

Gandhi!

Der Inder Mohandas Karamchand (Mahatma) Gandhi war schon als Jugendlicher ein Trotzkopf. Um in London studieren zu können, nahm er in Kauf, von seiner Kaste exkommuniziert zu werden. Diplomatisch wählte er zumindest das Fach Jura aus statt der favorisierten Medizin: Das „Zerlegen von Fleisch“ wäre ihm aus Glaubensgründen streng verboten gewesen. 1893 gelangte Gandhi nach Südafrika, wo er als Vertreter der elitären Oberschicht Indiens auf ihm bisher unbekannte Hürden stieß: So war es ihm hier als Farbigem untersagt, im Zug 1. Klasse zu reisen! Weil er sich weigerte, sich in den Gepäckwagen verfrachten zu lassen, warf ihn der Schaffner in Pietermaritzburg kurzerhand auf den Bahnsteig. Diskriminierungen durch Rassentrennung widerfuhren nicht nur ihm und Gandhi begann, sich vehement für die Rechte der indischen Minderheit in Südafrika zu einzusetzen. Später gründete er den Natal Indian Congress (NIC) und wurde vom Obersten Gerichtshof in Natal als erster indischer Anwalt zugelassen. Von der Gesellschaft als gleichberechtigte britische Bürger anerkannt zu werden, war Gandhis Ziel für seine Landsleute. Ihre Unabhängigkeit zu erreichen lag angeblich nicht ernsthaft in seinem Bestreben. Auskunft über Gandhis Leben und seine Zeit in Südafrika gibt die Ausstellung auf der Phoenix Farm, die er 1904 gründete. Gandhi wurde 1948 in Delhi ermordet.

Vor Drakensbergkulisse im 7. Golf-Himmel

Das Champagne Sports Resort wurde 1996 auf Initiative des ehemaligen südafrikanischen Tennis-Champions Kevin Curren ins Leben gerufen. Er war es, der 1985 im Wimbledon-Finale gegen den erst 17-jährigen Boris Becker verlor (3:6, 7:6, 6:7,4:6). Das Resort ist (zwei Stunden nordwestlich von Durban) bildschön in den Fuß der legendären Drakensberge gebettet, hinter denen sich an dieser Stelle das kleine Königreich Lesotho verbirgt. Durch Neuerungen in jüngerer Vergangenheit bringt es das Hotel derzeit auf 152 Zimmer (und 91 Time-Share-Chalets). Es wartet mit 16 Konferenzräumlichkeiten auf und kann aufgrund der Größe der Anlage mühelos Großveranstaltungen stemmen. Ältere Bereiche des Hotels dürften noch renoviert werden. Der 18-Loch Golfplatz gilt als einer der am schönsten gelegenen Südafrikas! www.champagnesportsresort.com

Guten Morgen, Südafrika! Es ist vier Uhr Früh! Raus aus den Federn! Schlaf aus den Augen reiben! Frühstück im Vorbeigehen einwerfen und rein in den Hubschrauber zur Wildlife-Safari:

Meet-a-Cheetah Private Initiative: Ein Wildreservat für den Artenschutz

Der erfolgreiche Unternehmer Rob le Sueur angelte 1998 mit einem Freund gedankenverloren vor sich hin, als er Träume von einem eigenen Game Reserve zu spinnen begann. Der Zufall wollte es, dass schon ein Jahr später eine Reihe von Viehfarmen etwa 20 km östlich der Stadt Ladysmith (2,5 Stunden nach Durban) zum Verkauf standen. Ausritt ins Gelände, Überblick verschafft. Gekauft. Das Nambiti Private Game Reserve arbeitete von Anfang an eng mit Naturschützern und Wildlife-Experten zusammen. Alte Zäune und atypische Vegetation wurden entfernt, das gesamte Gelände neu vermessen und umfriedet und Wild angesiedelt. Neben zahlreichen Arten fanden auch Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel – die Big Five – ein neues geschütztes Zuhause. Im Reservat gibt es heute zehn Game Lodges verschiedener Kategorien inklusive einer Zelt-Lodge mit 15 Einheiten.https://nambiti.com In der Woodlands Private Safari Lodge kommen Besucher der Seele des Reservats möglicherweise am nächsten. Ranger Des und seine Frau betreiben nicht nur diese Lodge, sondern auch eine Aufzuchtstation für den Leoparden Vega, mehrere Geparden, einen Karakal und Diablo, einen Serval, der bald ‘entlassen’ werden soll. Auf dem Woodlands-Gelände selbst blinzelt eine handzahme weil fußkranke Cheetah faul in die Sonne sofern Zulu, das freche Duracell-Erdmännchen sie lässt! Die Lodge mit zwölf gemütlichen Doppelzimmern ist umgeben von einem weitläufigen Grundstück und auch durch ihr exzellentes Preis/Leistungsverhältnis ein Bonbon für kleine Gruppen. Das Vollpensionspaket von etwa 120 Euro/Kopf enthält zwei dreistündige Safaris täglich! www.woodlands-lodge.co.za

Meet-a-Cheetah

Sie heißen Shadow oder Savannah, Mikka, Sky, Storm, Zena, Zara oder Zoe… Die handgezogenen Geparden in großen Gehegen von etwa 30 Hektar sind als interaktiver Programmpunkt wahre Glücklichmacher, denn die Wildkatzen lassen sich die Berührungen Fremder genüsslich gefallen – wenn auch gelegentlich bei hochgezogenen Lefzen. Einige der Tiere werden einmal sanft ausgewildert werden, andere ihr Leben hier beenden. Es gibt weltweit nur noch ca. 7.000 bis 9.000 Geparden! Die Finanzlage der vom Staat nicht unterstützten Station ist prekär: Für Fleisch, den Veterinär, Bürsten, Shampoo, Fressnäpfe, Batterien für Zäune, Baumaterial, eine Elektro-Fleischsäge… ist das Projekt dauerhaft auf Spenden angewiesen. www.cheetahinteraction.com

Meet-a-Cheetah

Meet-a-Cheetah

Der Midlands Meander: Ziegen für Heidi

Der Midlands Meander ist genau das: ein Verlauf sich auf verschiedenen gut ausgebauten Routen windender Landstraßen mitten in KwaZulu-Natal. Die sanft-hügelige Gegend mit friedlich grasenden Kühen, Pferden oder Schafen ist so unglaublich grün und so pittoresk, dass sie gut auch in Österreich, im Allgäu oder in der Schweiz liegen könnte! Weil das so ist, gibt es dort die (Ziegen-)Käserei „Swissland“ – mit einer veritablen Molkerei samt Mini-Melkmaschine für den sensiblen Ziegeneuter. Überhaupt ist der Midlands Meander durch sein kompaktes Angebot an lauschigen Hotels, gemütlichen Gästehäusern, Inns und guten Restaurants, Bio-Produkten, winzigen Brauereien, Kunsthandwerk und einer Fülle hübscher Läden jeglichen Typus’ ein kleines Wunder mit immer neuen Überraschungen im Ärmel. Hotel- und Restaurant-Tipp: www.grannymouse.co.za   https://midlandsmeander.co.za

Mens sana in corpore sano

Der bullige Medizin-Mann wirft sich ein farbenprächtiges Tuch um die Schultern, kniet sich auf den mit Tierfellen ausgelegten Boden seiner reetgedeckten Rundhütte und stützt die Ellenbogen auf einen Hocker aus Flechtwerk. Dann fischt er nach einem schwarzen Lederbeutel, öffnet ihn, lässt den Beratung Suchenden hinein pusten und leert den bedeutungsvollen Inhalt mit Verve, aber weniger entrückt als erwartet, auf die Erde. ‘Bone Throwing’ nennt sich das. Man staunt nicht schlecht, dass neben ein paar Knochen Muscheln, Steine, eine Münze, ein Engel, ein Würfel und ein Matchbox-Auto viel eher ins Auge stechen. Je nachdem, in welcher Position die einzelnen Symbolstücke liegen geblieben sind, deutet Elliot Ndlovu mithilfe seiner Ahnen die Zukunft seines erwartungsvollen Gegenübers. Diese Fähigkeit qualifiziert ihn zum Insangoma (Hellseher). Er ist aber auch ein Inyanga, ein Kräuterdoktor, als der er im Fordoun Hotel & Spa eine Starrolle einnimmt. Sämtliche der dort verwendeten und veräußerten Salben und Tinkturen basieren auf seinen ausgefeilten Rezepten. Die Kräuter dafür züchtet er in einem weltlichen Gewächshaus hinter seiner Hütte – zur Rettung ihrer wild wachsenden Pendants. Elliots Ruhm als begnadeter Heiler reicht längst über die Grenzen KwaZulu-Natals hinaus! Das nachhaltig geführte Boutique-Hotel mit fünf lokalen Sternen ist in den Gebäuden einer ehemaligen Milchfarm im Ort Nottingham Road untergebracht. Es ist ein reizendes Kleinodium im gemütlichen Landhausstil inmitten lieblicher Natur aus weichen Rasenflächen und üppigem Weideland. 22 großzügige ebenerdige Zimmer und Suiten und ein kleines Konferenzzentrum für max. 40 Delegierte gehören dazu. www.fordoun.com

Der lange Weg zur Freiheit

Nelson Mandela Monument along the Midland Meander

Nelson Mandela Monument along the Midlands Meander

Am 5. August 1962 rollte der Austin Westminster entlang der R103 aus Richtung Groutville im Midlands Meander. Nelson Mandela hatte sich als Chauffeur seines Kameraden Cecil Williams getarnt. Sie kamen von Albert Luthuli, seinerzeit Präsident des ANC, als der Wagen unweit von Howick von bewaffneter Polizei gestoppt und Mandela verhaftet wurde. 27 Jahre Gefangenschaft folgten, 18 davon auf Robben Island vor Kapstadt. Das Apartheid-Museum an der Mandela Capture Site (mit dem Truth Café) zeigt eine berührende Geschichte auf, die zum 50. Jahrestag der Gefangennahme durch ein außergewöhnliches Monument gekrönt wurde. Es besteht aus 50 unterschiedlich ausgebildeten und ausgerichteten Stahlsäulen des Künstlers Marco Cianfanelli, jede zwischen 6,5 und 9,5 Metern hoch. Die eigentliche „Capture Site“ liegt durch einen Gedenkstein markiert auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der unermüdliche Anti-Apartheid-Aktivist Nelson Rolihlahla Mandela erhielt 1993 den Friedensnobelpreis zusammen mit Frederik Willem de Klerk. Als dessen Nachfolger war er von 1994 bis 1999 erster schwarzer Präsident Südafrikas. Mandela verstarb im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren. www.thecapturesite.co.za Copyright Fotos: Tourism KZN, wegocom, Christina Feyerke Erstmals veröffentlicht: Mai 2013. Updates.